Noah Sing (Mitte) gewinnt den Weltcupslalom in Lettland 2026 (Foto: Elke Rosa Leiber-Börsig)
Ikskile. Der Winnender Inline-Alpin-Fahrer Noah Sing hat beim Weltcup in Iksikile, 30 km südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga wichtige Punkte für den Gesamtsieg eingefahren. Nach packenden Rennen führt er das internationale Feld an.
Die äußeren Bedingungen in Lettland schienen bei trockenem Wetter und milden 23 Grad optimal. Die Strecke hielt für die Athleten jedoch tückische Hindernisse bereit. Staub und die Überreste einer alten Ölspur machten den Asphalt teilweise rutschig. Noah Sing spürte die Auswirkungen im Riesenslalom. Nach einem starken ersten Durchgang lag er auf Platz vier. Der Rückstand auf den führenden Italiener David Fiorot betrug nur 0,34 Sekunden. Im Finallauf riskierte Sing alles. Beim Versuch, kraftvolle Schritte zu setzen, rutschte er dreimal weg. Nur mit Mühe hielt er sich im Kurs. Am Ende rettete er Platz acht ins Ziel.
Perfekte Linie bringt Noah Sing den Slalom-Sieg
Im Slalom zeigte der Winnender seine fahrerische Klasse. Die lettischen und estnischen Kurssetzer setzten auf der flachen Strecke enge, anspruchsvolle Slaloms. Sing meisterte die schnellen Richtungswechsel perfekt. Im ersten Durchgang fuhr er ein Polster von 0,44 Sekunden heraus. Diesen Vorsprung verteidigte er im zweiten Lauf souverän. Er siegte mit 0,24 Sekunden Abstand vor seinem Teamkollegen Luca Gökeler (TV Unterlenningen). Das starke deutsche Ergebnis komplettierte Maximilian Schödlbauer aus Bayern auf Platz drei, mit 1,26 Sekunden Rückstand.
Krimi um den Gesamtweltcup spitzt sich zu
Mit diesem Sieg baut Sing seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Die Entscheidung um den Gesamtsieg vertagt sich jedoch unfreiwillig. Aus beruflichen Gründen muss der Winnender das nächste Rennen in Spanien auslassen. Die Konkurrenz kann den Rückstand verkürzen. Das große Weltcup-Finale Anfang September in Italien verspricht Hochspannung.